15.03.2009
Es war die erhoffte Reise: Endlich mal in die Sonne, raus aus dem dunklen und trüben Deutschland. Keine Angst, es folgt kein detaillierter Reisebericht, aber eines muss ich sagen: Es war einfach nur schön! Mit meiner Lieblingsnichte Mary habe ich meine andere Lieblingsnichte Anna in Alicante, Spanien, besucht - sie lebt dort als Erasmusstudentin. Schade, dass meine Lieblingsnichte Laura nicht mitkommen konnte.
Es waren nur fünf kurze Tage, aber immerhin. Es hat gereicht, um einige Café con leche zu trinken, zahlreiche Portionen Churros zu genießen und einfach mal zu chillen. Einige Highlights sollen erwähnt werden: Zum Einen bekamen Mary und ich einen Lachflash ohne gleichen, als wir den Wetterbericht für Deutschland sahen: Auf der ganzen Karte waren nur dunkle Flecken zusehen, gut vermischt mit Schnee und Regen. Großartig, ein bisschen Schadenfreude schadet nicht.
Die hatten sich auch die Spanier für uns übrig, als sie völlig verdutzt zusahen, wie wir uns Sonnencreme ins Gesicht schmierten. Ehrlich: Die Leute sahen uns an, als hätten wir kurz zuvor eine DSDS-CD gekauft. Schockiert. Ungläubig. Fassungslos. Es sind doch erst 20 Grad? Wieso habt Ihr kurze Hosen an? Wo ist Euer Mantel? Unglaublich, aber wahr. Die Menschen liefen echt noch mit Schal und Mantel rum. Sogar Pelze haben wir gesehen.
Und eine Frau, die mal eben auf der Straße gekotzt hat. Ich schreibe das hier ganz unverblümt, weil es mich echt geschockt hat. Eine junge, attraktive Dame geht mitten auf der Einkaufsstraße an uns vorbei und übergibt sich ganz spontan einige Meter von uns entfernt mitten auf dem Gehweg. Ich meine, so was merkt man doch, oder? Dann geht man doch zumindest an die Seite oder jagt das Ganze in die Gucci-Handtasche. Nein, sie übergab sich und ging sofort weiter, so als ob sie gerade einen Kaugummi ausgespuckt hätte. Auch die Menschen drum herum hat es nicht interessiert. Ich konnte es einfach nicht fassen.
Wir haben uns landestypisch ernährt: Burger King, McDonalds, Döner, Pizza ... ab und an gab es dann auch mal Tappas und die leckeren Montaditos. Letztere wurden wie folgt bestellt: Du kreuzt auf einer Karte an, was alles auf diese Brötchen drauf soll: Schinken, Käse, Paprika ... dann gibst Du den Wisch ab und wartest, bis Dein Name gerufen wird - dann holst Du es Dir ab.
Die Spanier machen sich ein Scherz daraus und schreiben dann andere Namen auf ihre Bestellzettel. Dann kommt die Durchsage: „Por Favor, Jennifer Lopez" oder „Por Favor, Brad Pitt". Alles grölt dann, der der aufsteht jubelt ebenfalls. Übrigens, dabei fällt mir ein: Die Menschen dort in diesem Land sprechen ein miserables Englisch: Brad Pitt wird so ausgesprochen, wie man es auch auf Deutsch lesen würde: Brad Pitt. Lustig ist das auch bei Batman - aus Bättmänn wird Battmann.
Naja, so könnte man noch viel mehr erzählen, soviel noch - wir haben dort in Alicante den besten Kellner der Stadt erlebt: Javi, klein und unscheinbar, aber sehr höflich, charmant und einfach lustig. Den letzten Abend haben wir mit ihm verbracht - eine gute Entscheidung. Wenn Ihr mal nach Alicante fahrt, grüßt ihn von mir :-)
Achja, und es war auch der gleiche Abend, als wir alle zusammen ein Homer-Simpson-Duff-Bier tranken. Kann man dort überall kaufen - großartig. Ich komme wieder, soviel steht fest. Aber nun kommt der Sommer auch nach Deutschland - das hoffe ich zumindest!
Adiós, Alicante y muchas gracias ...